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Ich packe in meinen Koffer... - 16.08.2010 |
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Jeder der eine Reise unternimmt stellt sich die Frage: Was packe ich alles ein? Habe ich nichts Wichtiges vergessen? Welche Medikamente gehören in meine Reise-Apotheke? Wir in der Hard-Apotheke unterstützen und helfen Ihnen gerne, Ihre individuelle Reise-Apotheke zusammen zu stellen.
Kommen Sie zu uns und lassen Sie sich beraten!
Hard-Apotheke, Ihr Reisebegleiter
Checkliste einer Reise- Ferienapotheke, hier klicken
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Leitbild der Hard-Apotheke - 11.01.2008 |
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Leitbild
Hard-Apotheke – die können was
Die Hard-Apotheke hat zum Ziel, die Kunden mit Medikamenten, Informationen und Dienstleistungen zu versorgen.
Im Zentrum der Leistungen steht die wissenschaftlich nachgewiesene Wirksamkeit der Produkte, rsp. die entsprechende Qualität der Beratung.
Bei der Arbeit in der Apotheke steht der Wunsch des Kunden im Mittelpunkt. Das Sortiment, die Dienstleistungen und das sonstige Angebot richten sich am Kundenwunsch aus, sofern diese Tätigkeiten mit der Wissenschaftlichkeit und den gesetzlichen Vorgaben vereinbart werden können.
Die Hard-Apotheke arbeitet nach kostengünstigen Prinzipien und bietet den Kunden die Therapien mit dem besten Kosten/Nutzen-Verhältnis an.
Die Hard-Apotheke zeichnet sich im weiteren durch einen überdurchschnittlichen Service und Freundlichkeit aus.
Die Hard-Apotheke hat das Ziel, die erste Anlaufstelle bei Problemen mit der Gesundheit, bei Fragen zu Medikamenten und für die Vermittlung von Partnern im Gesundheitswesen zu sein.
Bei der Arbeit in der Hard-Apotheke steh der Respekt vor dem Mitmenschen im Mittelpunkt. Dies bezieht sich auf die Kunden, die Partner des Netzwerkes und vor allem auch auf die Mitglieder des Teams.
Die Arbeit in der Apotheke erfordert von den MitarbeiterInnen grosses Engagement für die Firma. Die Leistungen werden entsprechend entlöhnt.
Das Marketing der Hard-Apotheke zeichnet sich durch Originalität und Witz aus und ist ein wichtiger Bestandteil des Budgets.
Die Hard-Apotheke ist ein fester Bestandteil des Birsfelder Dorflebens und unterstützt die lokalen Aktivitäten personell und finanziell.
Birsfelden 1.1.2008
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Die Hard-Apotheke einst und jetzt - 02.09.2007 |
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Herr Werner Vögtli. Sie haben vor 50 Jahren die Hard-Apotheke gegründet. Wie kam es dazu?
W. Vögtli: Nach meinem Studium habe ich in verschiedenen Apotheken gearbeitet. Mein Ziel war aber immer, eine eigene Apotheke zu eröffnen. Also sind wir, mein früherer Pharmakologie Professor und ich in seinem Auto durch die Gegend gefahren und haben uns nach möglichen Standorten umgesehen. Da ich ja in Birsfelden geboren und aufgewachsen bin, empfahl er mir, auch hier in meiner Heimatgemeinde ein Geschäft zu eröffnen.
….was dann im Juli 1957 auch geschah. Wie war das an ihrem ersten Arbeitstag in ihrer eigenen Apotheke?
W. Vögtli: Ich war natürlich sehr stolz und glücklich, denn die Zeit der Vorbereitung war ziemlich anstrengend. Ich weiss noch, dass meine Frau tagelang kleine Kärtli mit allen Produkten, die wir an Lager hatten, schreiben musste, denn es gab natürlich noch keine Computer. Die Apotheke war damals ja an der Hardstrasse 11, vis a vis der heutigen Pizzeria „Feldschlösschen“ und ausser mir gab es damals nur eine Angestellte – die Lehrtochter!
Frau Reber, wann kamen Sie dazu?
D. Reber: Ich habe 1962 die Lehre als Apothekenhelferin, wie der Beruf damals hiess, angefangen. Es war der erste Ausbildungsjahrgang, der die Berufsschule in Basel besuchen konnte. Drei Jahre später habe ich die Lehre abgeschlossen. Danach war ich eine Zeit in England und habe dann eine Stelle in der Central-Apotheke am Bahnhof Basel angenommen.1968 bin ich wieder zurück in die Hard-Apotheke gekommen und seither geblieben.
Hat sich denn die Arbeit in der Apotheke seither geändert? Was war damals anders?
W. Vögtli: Schon damals war die Beratung sehr wichtig. Es gab auch schon viele sehr gute Medikamente, wie das Penicillin oder das Aspirin. Allerdings erinnere ich mich, dass wir viel mehr Präparate auf Anweisung des Arztes frisch herstellen mussten.
D. Reber: Damals hatten Hausmittel, wie Wickel oder Kräutertees einen viel grösseren Stellenwert. Die Leute hatten auch noch mehr Zeit und alles war nicht so hektisch, wie heute. Eines ist geblieben: Dem Kunden zuhören, sie betreuen; Das war damals schon wichtig und das empfinde ich auch heute noch als eine der bedeutsamsten Aufgaben meines Berufes.
Wie muss man sich das Birsfelden der sechziger Jahre vorstellen?
W. Vögtli: (lacht) Schon damals hatte Birsfelden viel Verkehr in der Hauptstrasse! Das Dorf am Rande der Stadt war jedoch sehr aufstrebend. Viele Familien mit Kinder zogen nach Birsfelden und viele von ihnen sind heut noch im Dorf!
D. Reber: Auch mir fällt auf, dass viele Bewohner stolz auf Birsfelden sind und gerne hier wohnen. Das Dorfleben ist halt irgendwie familiär…
Frau Reber, nach dieser langen Zeit in der Hard-Apotheke; was bedeutet ihnen das Geschäft heute?
D. Reber: Die Hard-Apotheke gehört einfach zu meinem Leben. Ich habe diese Zeit nicht als lang in Erinnerung, denn die Hard-Apotheke ist sehr innovativ und hat sich dem geänderten Umfeld immer wieder angepasst, das machte die Arbeit spannend.
W. Vögtli: …..nicht nur die Hard-Apotheke, auch Frau Reber ist über all die Jahre immer innovativ und jung geblieben!
Zum Schluss: Herr Vögtli, glauben Sie, dass es die Hard-Apotheke in 50 Jahren noch geben wird?
W. Vögtli: Also, ob es sie noch geben wird kann ich nicht sagen, aber ich bin überzeugt, dass sie auch in 50 Jahren von der Birsfelder Bevölkerung gebraucht wird. Denn als erste Anlaufstelle für Fragen zur Gesundheit erfüllt die Apotheke ein fundamentale Aufgabe. Ich wünsche meinem Sohn und seinen Nachfolgern natürlich schon, dass diese Aufgabe auch in 50 Jahren noch von der Hard-Apotheke wahrgenommen wird und bin was das angeht auch sehr zuversichtlich…
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Wenn die Migros Apotheke spielt - 28.03.2006 |
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Wenn die Migros Apotheke spielt
Nun hat’s auch die Migros eingesehen: wenn es um Medikamente geht herrschen andere Gesetze als die der reinen Marktwirtschaft. Wie ist es sonst zu erlären, dass ein Versuch, an den Schaltern des Migroskundendienstes Rezepte entgegen zu nehmen und anschliessend per Versandapotheke zu liefern, kläglich gescheitert ist. Nicht mal drei Rezepte wurden durchschnittlich pro Tag abgegeben. Zum Vergleich: in der Hard-Apotheke sind es durchschnittlich pro Tag 150 Rezepte.
Dabei kann die arme Migros gar nichts dafür, denn die Idee kommt nicht vom orangen Riesen sondern vom unheimlichen Ärztegrossisten „Apotheke zur Rose“. Diese Firma, die tatsächlich irgendwo in der Ostschweiz als Alibi noch eine Apotheke betreibt, bietet sich der Aerzteschaft als Zwischenhändler für Medikamente an. Wenn der Arzt auf das Angebot eingeht, wird er mit Aktien an der Gesellschaft beteiligt und verdient so zum zweiten mal an einem Handel, an dem seine Berufsgattung eigentlich überhaupt nicht teilnehmen sollte. Denn in der ganzen Welt ist das Verkaufen von Medikamenten in der Arztpraxis verboten ausser in ein paar Kantonen der deutschen Schweiz. Der Grund: wer verschreibt, der verdient nicht.
Wie gesagt, das Verkäuferlis spielen gilt nicht in allen Kantonen. Deshalb kamen die Aerzte die in Ortschaften wohnen, wo ein Selbstdispensationsverbot gilt, auf die Idee mit der Apotheke zur Rose einen Deal auszuhandeln. Um ihr klägliches Einkommen (in Basel-Stadt durchschnittlich Fr. 240’000 / Jahr[1]) aufzubessern, drücken Sie dem Kunden das Rezept nicht in die Hand, sondern senden es direkt an die Apotheke zur Rose, welche die Medikamente dann per Post an den Patienten schickt. Der Vorteil für den Arzt: er bekommt pro verordnetes Medikament Fr. 5.- überwiesen. Der „Vorteil“ für den Kunden: er wartet drei Tage und darf dann seine Kur beginnen. Dass das System keine Begeisterung beim Kunden auslöst, war vorauszusehen, denn ausser dem Arzt profitiert niemand von der Situation, vor allem nicht wenn ein so dichtes Apothekennetz vorhanden ist wie in Basel-Stadt.
Die Verantwortlichen bei der „Apotheke zur Rose“ haben sich über den Misserfolg gewundert und einen starken Partner gesucht und in der Migros gefunden. Nur haben sie hier die Rechnung wieder ohne den Kunden gemacht. Der weiss nämlich die Dienstleistungen und die Fachkompetenz der Apotheke zu schätzen und will seine Rezepte nicht an einer Stelle abgeben wo man nichts von Medikamenten versteht. Und warum soll er drei Tage warten, wenn seine Stammapotheke, wo man ihn kennt, das Produkt an Lager hat oder innerhalb zwölf Stunden bestellen kann.
Liebe Migros, für Medikamente gibt’s nur eine Fachstelle: nicht der Arzt, nicht der Kundendienst sondern die Apotheke. Schön, dass es nun auch der orange Riese begriffen hat.
Markus Vögtli, Apotheker
[1] Quelle: Gesundheitsmonitor der Schweiz, Ausgabe Jahr 2000
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Wechsel in der Geschäftsleitung - 04.01.2006 |
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An die Kundschaft der Hard-Apotheke
Wechsel in der Geschäftsleitung
Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,
Ich möchte ihnen mitteilen, dass ich die Geschäftsführung der Hard-Apotheke in Birsfelden per 1. Januar 2006 an Herrn Hanspeter Steiner abgeben werde. Herr Steiner wird somit die verantwortliche Leitung unseres Geschäfts übernehmen. Ich werde als alleiniger Besitzer mit einem 50%-Pensum weiterarbeiten und als Hauptaufgabe die Betreuung der Kundschaft wahrnehmen.
Dieser Wechsel wurde nötig, aufgrund der bei mir vor vier Jahren diagnostizierten Parkinson-Krankheit. Morbus Parkinson ist eine Stoffwechselkrankheit, bei der für die Steuerung der Muskeln notwendige Botenstoff Dopamin fehlt. Dadurch sind die Betroffenen weniger beweglich und oft tritt das für die Krankheit typische Zittern auf. Auch eine Verlangsamung der Bewegungsabläufe ist erkennbar. Die bei mir vorhandenen Symptome zwingen mich dazu, mich von den Belastungen der Geschäftsführung zu befreien.
Herr Hanspeter Steiner arbeitet seit dem Jahre 1986 in der Hard-Apotheke und ist den meisten Kunden bekannt. Er ist diplomierter Apotheker und hat den Titel des Fachapothekers FPH. Herr Steiner ist Vater von zwei Kindern. Er geniesst mein volles Vertrauen und wird die Apotheke in der gewohnten Art weiterführen. Es ist mir ein Anliegen, an dieser Stelle Herrn Steiner, sowie dem ganzen Team der Apotheke für den Einsatz für mein Geschäft zu danken.
Für Sie als Kundin, rsp. Kunde wird sich nichts ändern und der hohe Servicegrad der Hard-Apotheke wird bestehen bleiben. In diesem Sinne danke ich Ihnen für die Treue zur Hard-Apotheke.
Ich freue mich Sie wieder in der Hard-Apotheke begrüssen zu dürfen
Markus Vögtli
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Couchepin zum Zweiten - 15.11.2005 |
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Stückchenweise verrät uns unser Gesundheitsminister, was er mit dem Gesundheitswesen vor hat. Es scheint, als ob dem Bundesrat am Morgen unter der Dusche eine Idee kommt und diese am Nachmittag an einer Pressekonferenz publiziert wird. Eigentlich hätte man von einem Magistraten ein Gesamtkonzept erwartet, aber vielleicht ist die Vorgehensweise Couchepins gar nicht so schlecht. Denn Konzepte zur Behandlung des Gesundheitswesens gibt’s wie Sand am Meer. Nur gewirkt hat noch keines.
Couchepins neuster Geistesblitz soll Anreize schaffen, statt der teuren Originalpräparate die Ersatzprodukte von anderen Firmen, so genannte Generika, zu verwenden. Erreicht wird dies durch Erhöhung des Selbstbehalts von 10 auf 20 Prozent. Der Aufschrei im Lande war wieder einmal gross. Die Patientenorganisationen beklagten, der Kunde werde für die Verordnung des Arztes verantwortlich gemacht, und die Pharmaindustrie sah den Untergang der forschenden Industrie nun endgültig besiegelt.
Und die Hard-Apotheke? Die findet die Idee sehr gut, nur ist es viel zu kompliziert, den Selbstbehalt nur auf den Originalmedikamenten zu erhöhen. Eine generelle Erhöhung des Selbstbehalts wäre sinnvoller gewesen. Denn wenn der Patient eine höhere Kostenbeteiligung hat, dann lohnt es sich für ihn auch nicht, kleine Beträge über die Krankenkasse abzurechnen. Wer jedoch chronisch krank ist, bezahlt nicht mehr, denn die Selbstbehaltzahlungen erreichen bei Fr. 700.- ein Maximum. Wer so viel Selbstbehalt bezahlt hat, dem wird für den Rest des Jahres keine Kostenbeteiligung einverlangt.
Couchepin wollte wahrscheinlich nicht schon wieder vollen Zoff und hat seine Massnahme auf die Originalmedikamente eingeschränkt. Was mich allerdings wundert, ist, das gesamtschweizerisch der Generikamarkt nicht schneller wächst. In der Hard-Apotheke hat der Anteil Generika in den ersten zehn Monaten des Jahres um 60 Prozent zugenommen. Eine stolze Zahl, die darauf beruht, dass wir jedem Kunden ein Generika anbieten, wenn es eines gibt. Nicht nur auf Rezept, sondern auch bei Barzahlung. Denn wir wollen unseren Kunden die Möglichkeit geben zu entscheiden, ob sie ein günstigeres Präparat wollen oder nicht.
Wenn alle Apotheken so konsequent Generika anbieten würden wie die Hard-Apotheke, dann könnte unser Bundesrat morgens in Ruhe duschen und müsste nicht am Gesundheitswesen rumstudieren. Oder hätte Zeit, all seine Geistesblitze in einem Konzept aufzuschreiben.
Markus Vögtli, Hard-Apotheke
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Weder Grippe noch Vogel - 22.10.2005 |
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Viel Unsicherheit entwickelte sich in letzter Zeit zum Thema Vogelgrippe. Darum möchten wir Sie in diesem Newsletter gerne kurz und korrekt über die Lage und das, unserer Meinung nach, richtige Verhalten informieren.
Pandemie oder Hysterie?
Durch die zahlreichen und schockierenden Medienberichte in der letzten Zeit ist die Bevölkerung stark verunsichert, überall sind Bilder von eingesperrten, sterbenden oder gar toten Vögeln. Wobei wir schon beim ersten Knackpunkt wären, es sind Vögel, die von der Krankheit infiziert und dann auch zu beinahe 100% von ihr getötet werden, die restlichen werden von den Menschen zum Schutz der Vögel entsorgt. Wenn es in den Medien heisst in Europa sind Fälle der Vogelgrippe gemeldet worden, beziehen sich diese Meldungen auf Vögel und nicht etwa auf Menschen. Die einzigen Menschen die bis jetzt infiziert worden sind, sind asiatische Geflügelzüchter, die einen häufigen und engen Kontakt zu den Tieren haben. Die Panikmache in den Medien ist also völlig unnötig und übertrieben.
Gefahr für die Schweiz
Die Gefahr einer Einschleppung in die Schweiz ist im Moment als eher gering einzustufen,weil keine Zugvögel aus den betroffenen Ländern zu uns unterwegs sind. Zurzeit sind Nordafrikanische Staaten wohl eher gefährdet als die Schweiz. Ein Risiko für die Schweiz besteht zurzeit durch die mögliche Ausbreitung mittels einer ?normalen“ Übertragung. Aber auchdiese reelle Gefahr besteht nur für Vögel und nicht für Menschen. Für dieMenschen in der Schweiz besteht also, wie Bundesrat Couchepin richtig bemerkt hat keine Gefahr.
Vorbereitung des Bundes
Es ist richtig, dass der Bund grosse Lagerbestände an Grippeimpfstoffen und Tamiflu angelegt hat, das heisst aber nicht, dass wir deswegen akut bedroht sind und sich jeder einen eigenen Vorrat anTamiflu anlegen oder sich gegen Grippe impfen lassen müsste. Der Bund bereitet sich richtigerweise frühzeitig auf eine mögliche Grippe-Pandemie (die etwa alle100 Jahre auftritt) vor. Diese Pandemie muss aber nicht zwangsläufig von der Vogelgrippe herkommen, sondern kann auch einen völlig anderen Ursprung haben. Die Vogelgrippe kommt aber gelegen um solch ein Unterfangen einfach zu begründen. Bei diesem Hintergrund fragt kaum jemand ob es notwendig sei, sich für mögliche Ereignisse zu rüsten. Vor 2 Jahren wäre ein derartiges Unterfangen wahrscheinlich nicht möglich gewesen.
Mutationen der Viren
Fakt ist,dass Viren die Möglichkeit haben relativ rasch zu mutieren und so gegen das Immunsystem von Lebewesen oder gegen Medikamente resistenter zu werden. Dass allerdings das Vogelgrippevirus so mutiert, dass es von Mensch zu Mensch, zum Beispiel durch Tröpfcheninfektion, übertragbar wird und somit eine Pandemie auslösen könnte, ist nicht wahrscheinlicher, als dass die ?menschlichen“Grippeviren so mutieren, dass sie für den Menschen gefährlich(er) werden.
Tamiflu
Tamiflu ist ein Grippemittel, das gegen die häufigsten Influenza-Typen wirksam ist. Es hat aber keine Langzeitwirkung, sondern muss wie die meisten Medikamente während der Krankheit eingenommen werden. Es macht also keinen Sinn, sich Tamiflu auf Vorrat zu besorgen, denn eine Packung à 10 Kapseln kostet 86.50 Fr. und reicht nur für 5 Tage. Während dem Rest der Pandemie ist man danach trotzdem ungeschützt. Zudem ist Tamiflu rezeptpflichtig und sollte von den Ärzten nur nach einer Grippe-Diagnose verschrieben werden.
Grippe-Impfung
Die Grippe-Impfung bietet keinen Schutz vor der Vogelgrippe und sollte darum auch nicht nur aufgrund dessen gemacht werden. Empfohlen ist eine jährliche Grippe-Impfung für alle Risikogruppen, zum Beispiel: ältere Menschen (ab ca. 60), chronischKranke (Asthma, Bronchitis, Nierenleiden, etc), sowie Menschen die beruflich mit Risikogruppen zu tun haben (Pflegepersonal).
Wenn Sie sich nicht sicher sind ob eine Grippe-Impfung für Sie sinnvoll ist, oder Sie andere Fragen zur Vogelgrippe haben fragen Sie doch am Besten in Ihrer Apotheke nach. Das Team der Hard-Apotheke gibt Ihnen gerne Auskunft zu diesen und allen anderen die Gesundheit betreffenden Fragen.
Für die Hard-Apotheke Daniel Meier Famulant
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Amtlich verordneter Schlussverkauf - 21.09.2005 |
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So, nun ist es also soweit: der Bundesrat unternimmt endlich
etwas gegen die ständig steigenden Gesundheitskosten. Und zwar packt er dort
an, wo es am einfachsten, wenn auch nicht am effizientesten ist: bei den alten
Medikamenten und den Generika. Diese sollen im Preis massiv gesenkt werden. 250
Millionen Franken werden so gespart und das soll auf die Krankenkassenprämien
1% ausmachen. Schön zu hören, aber so richtig glauben tuts niemand mehr. Oder
haben sie von den letzten Preissenkungen im Medikamentensektor etwas gemerkt?
Was bedeuten diese Preissenkungen jedoch für die einzelne
Apotheke? Im Prinzip kann es uns Apothekern egal sein, denn unser Lohn ist seit
der Einführung der leistungsorientierten Abgelteung (LOA) pauschal mit den
erhobenen Taxen abgegolten und ist somit vom Verkaufspreis unabhängig. Am
meisten trifft uns, dass die an Lager vorhandenen Packungen von heute auf
morgen ihren Wert verlieren. Natürlich versuchen wir möglichst wenig an Lager
zu halten. Für einen guten Kundenservice ist dies aber nicht immer möglich.
Ärgerlich ist auch, dass diese Sparmassnahmen von oben herab
pauschal verordnet wereden. Auch eine Apotheke mit hohem Servicegrad und einer
effizienten Kostenstruktur muss zu den tieferen Preisen abrechnen. Mir macht
das Angst. Wäre der Preis frei wählbar, könnte der Kunde entscheiden, ob er in
eine etwas teurere Apotheke mit viel qualifiziertem Personal gehen will und
vielleicht auch noch ein paar Fragen um das verordnete Medikament beantwortet bekommt,
oder ob er lieber eine Discount-Apotheke bevorzugt.
Bleibt noch eine Bemerkung anzubringen. Die vom Bundesrat
verordneten Preissenkungen werden deshalb den erwarteten Spareffekt kaum
erreichen, weil sie nur die alten
Medikamente betreffen. Ich beobachte aber schon seit längerem, dass die Ärzte
jedoch lieber die neuen, meistens viel treureren Medikamente verordnen. Ich
weiss nicht, ob das daran liegt, dass die Kunden immer das Neueste erwarten,
oder ob die Werbung der Industrie soviel erfolg hat, dass der Arzt im
entscheidenden Moment das neue Präparat zu vorderst hat. Viele alte Medikamente
unterscheiden sich nämllich kaum von den modernen Stoffklassse… Wenn Sie
konkret in ihrem Fall eine Abklärung möchten, wenden sie sich an das Personal
meiner Apotheke.
Die Medikamentenpreise bleiben also ein Politikum, denn
damit kann sich manch ein Politiker profilieren. Auch ich bin der Meinung, dass
gewisse Firmen in ihrer Preispolitik übertreiben. So verlangt die Firma
Novartis für ihr Mebucaine dem Apotheker bald stolze Fr. 10.-. Logisch dass
diese Präparat im Verkauf dann auf knappe Fr. 15.- kommt, was für eine
Lutschtablette einfach zuviel ist. Da hilft nur auf ein anderes Präparat
aufzweichen, denn von der Firma Strueli gibt es das gleiche Produkt billiger.
Strueli verlangt für 30 Tabletten Fr.3.55. Verkaufpreis für’s Publikum
wohlverstanden…..
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Bundesrätliches Bungeejumping - 20.06.2005 |
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Bundesrat Pascale Couchepin ist in seinem Job unterfordert. Wie
anders ist es zu erklären, dass er die provisorische Verfügung, die
vier wichtigsten alternativen Methoden der Medizin im Katalog der
Grundversicherung zu belassen, aufhob. Der Aufschrei, der durch das
Land ging, war nun wirklich voraussehbar und ist nüchtern betrachtet
auch berechtigt.
Was ist denn genau passiert? Vor vier Jahren hat Bundesrätin
Dreifuss die Akupunktur, die Homöopathie, die traditionelle chinesische
Medizin und die Pflanzenheilkunde als Versuch in die Pflichtleistung
der Krankenkasse aufgenommen. Ziel war, abzuklären, ob die Kosten für
die Krankenkassen im Verhältnis zum Nutzen für die Bevölkerung stehen.
Nach vier Jahren liegt kein Resultat vor, das diesen Nutzen statistisch
korrekt beweisen würde. Da hat Couchepin also Recht. Nur, der Versuch
hat gezeigt, dass die Kosten für diese alternativen Methoden weit unter
den Ausgaben für die klassische Medizin liegen. Sagenhafte 0.1% würde
ihre Prämie sinken, das heisst bei Fr. 300.- Prämie pro Monat würden
Sie ganze 30 Rappen sparen. Immerhin. Immerhin?
Wer mich kennt weiss, dass ich kein Verfechter der alternativen
Medizin bin. Mir stösst vor allem auf, dass die Qualität des Angebots
je nach Therapeut und Methode völlig unterschiedlich sind und gewisse
Methoden einfach wirklich an den Haaren herbeigezogen, die Preise dafür
aber sehr nüchtern berechnet sind. Nur erlaubt das nicht, die ganze
alternative Medizin zu benachteiligen. Denn auch bei uns "normalen"
Medizinalpersonen gibt es ein paar graue Schafe und nicht jede
Behandlungsmethode ist über jeden Verdacht erhaben.
Zum Glück sind die Auswirkungen des Couchpinsen Adrenalinkiks nicht
ganz so schlimm wie es tönt. Denn die meisten alternativen Medikamente
sind definitiv in die Spezialitätenliste aufgenommen und unterstanden
nicht diesem vierjährigen Provisoriums. So werden zum Beispiel die
homöopathischen Mischungen und Einzelpotenzen weiterhin übernommen. Die
eigentlichen Therapien jedoch sind vom Beschluss betroffen. Hier kann
aber für relativ wenig Geld eine Versicherung abgeschlossen werden. Man
muss aber fairerweise auch sagen, dass ältere Menschen und
Chronischkranke es schwierig haben werden, eine solche
Zusatzversicherung abzuschliessen.
Wenn Sie eine Frage zu einer spezifischen Therapie und Kostenübernahme haben, stehen wir ihnen gerne zur Verfügung.
Bleibt nur noch zu hoffen, dass Pascal Couchepin nicht noch mehr Abwechslung braucht.
Markus Vögtli, Apotheker
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